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descriptionGrafik: Arterienquerschnitt
Tückisch: Zu hoher Blutdruck tut selten weh. Deshalb wird er oft nur zufällig entdeckt. Doch er ist Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
descriptionGrafik: Nieren
Erst wenn Bluthochdruck lange besteht, treten Anzeichen wie Schwindel und Ohrensausen auf. Bis dahin können bereits Gefäße und Organe beschädigt sein.
descriptionMensch bindet Laufschuh
Weniger Stress, mehr Bewegung und gesunde Ernährung senken den Blutdruck. Reicht das nicht, lassen sich die Zielwerte mit Medikamenten erreichen.
descriptionLachs
Gemüse, Obst, Fisch und Olivenöl – die mediterrane Kost ist nicht nur lecker, sie wirkt auch positiv auf die Gefäße und kann bei Bluthochdruck helfen.
descriptionBlutdruckmessung am Handgelenk
Den Blutdruck regelmäßig selber messen und die Werte im Blutdruckpass protokollieren – das ist eine optimale Kontrolle, ob die Therapie ausreichend wirkt.
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Sport und Stressabbau sind die beste Medizin

Um den Blutdruck zu normalisieren, genügt es oft schon gesund zu leben – abnehmen, Sport treiben, Stress abbauen, auf Zigaretten und Alkohol verzichten. Ist der Blutdruck trotzdem noch erhöht, ergänzen verschiedene Medikamente die Therapie. Sie müssen regelmäßig und meist lebenslang eingenommen werden. Weil Bluthochdruck jedoch kaum direkte Beschwerden verursacht, fällt es Betroffenen manchmal schwer, sich an diese Empfehlung zu halten.

Im Überblick



Gesunde Ernährung, körperliches Training, Stärkung des Kreislaufs, Stressabbau sowie Entspannung verhindern oder verzögern die gefürchteten Folgeschäden des Bluthochdrucks. Medikamente sind erst dann nötig, wenn durch die Umstellung der Lebensweise der Blutdruck nicht ausreichend sinkt und ein optimaler Wert nicht dauerhaft erreicht wird.

Ziel jeder Bluthochdrucktherapie ist eine dauerhafte Senkung des Blutdrucks unter einen Wert von 140/90 mmHg. Bei Schwangeren, Kindern und Jugendlichen sowie auch manchmal bei älteren Patienten gelten andere Werte. Bei einer sekundären Hypertonie normalisieren sich die Blutdruckwerte durch erfolgreiche Therapie der zugrundeliegenden Ursache.
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Essenziell: Die Mitarbeit des Patienten

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. Am Anfang der Therapie sollten Sie oft zum Arzt gehen. So kann Ihr Arzt die Tablettenwirkung am besten einschätzen. Notieren Sie sich vor dem Arztbesuch alle neu auftretenden Beschwerden, die möglicherweise durch die Medikamente verursacht werden. Bluthochdruckpatienten nehmen die Tabletteneinnahme oft nicht ernst, weil sie keine Beschwerden haben. Der tägliche Griff zur Tablette erscheint schnell als ein überflüssiges Übel. Aber Vorsicht: Setzen Sie Medikamente nicht auf eigene Faust ab und ändern Sie die Dosierung nur in Absprache mit Ihrem Arzt. Anderenfalls erhöht sich Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko um ein Vielfaches.

Verlassen Sie sich außerdem nicht nur auf die Medikamentenwirkung: Nur zusammen mit einem gesunden Lebensstil können Tabletten wirklich helfen.
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Gesunde Ernährung senkt den Blutdruck

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung nach den Prinzipien der mediterranen Kost ist der Grundpfeiler jeder Therapie bei Bluthochdruck. Gestalten Sie Ihre Ernährung fettärmer, achten Sie auf die „guten“ Fette und essen Sie mindestens fünfmal am Tag eine Portion frisches Obst oder Gemüse – dann werden Sie schnell einen positiven Effekt spüren. Schon eine dadurch erreichte Gewichtsreduktion wirkt sich blutdrucksenkend aus. Durch eine Gewichtsabnahme von fünf Kilogramm erreichen Sie bereits eine Blutdrucksenkung von zehn mmHg.

An Salz sparen
Sparen Sie außerdem an Salz: Wird die Salzaufnahme auf vier bis sechs Gramm täglich reduziert, kann dadurch eine mäßige Blutdrucksenkung von 10 bis 15 mmHg erreicht werden. Wer nur noch drei Gramm Salz täglich zu sich nimmt, kann damit seinen Blutdruck weiter senken. Allerdings sind nicht alle Hochdruckpatienten für diese Art der Therapie empfänglich. Nur etwa jeder zweite Hypertoniker wird von der Salzeinschränkung profitieren – gesund ist sie aber auf jeden Fall.
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Bewegung als Teil der Bluthochdruck-Therapie

Regelmäßige körperliche Bewegung ist ein weiterer wichtiger Behandlungsbaustein. Sie lässt den Kalorienverbrauch steigen und hilft so beim Abnehmen. Außerdem wird der Körper besser durchblutet und der Blutzucker besser verwertet. Damit sinkt das Diabetesrisiko. Mit ganz einfachen Mitteln können Sie Ihrem Körper auf die Sprünge helfen:
  • Gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß oder benutzen Sie das Fahrrad anstelle des Autos.
  • Benutzen Sie häufiger die Treppe statt des Aufzugs.
  • Gehen Sie täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren.
  • Gewöhnen Sie sich an, jeden neuen Tag mit ein paar Minuten Morgengymnastik zu begrüßen. Es bieten sich die unterschiedlichsten Übungen an – etwa Kraftübungen zur Osteoporose-Prophylaxe oder ganz allgemeine Fitnessübungen. Wenn Sie bei geöffnetem Fenster üben, sorgen Sie gleichzeitig für eine erfrischende Sauerstoffdusche.
  • Ausdauersportarten wie Laufen, Walking, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf sind ideal, um den Kreislauf zu trainieren und gleichzeitig ein paar Pfunde abzuspecken. Zur Unterstützung des körperlichen Trainings sind regelmäßige Saunabesuche, aber auch Wechselduschen oder -bäder empfehlenswert.
Wenn Sie bereits unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, schon einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten oder zuckerkrank sind, beraten Sie sich am besten mit ihrem Arzt, welche Bewegungsmöglichkeiten für Sie optimal sind.

Doch ob körperlich eingeschränkt oder voll leistungsfähig – in jedem Fall gilt:
  • Steigern Sie Ihr körperliches Training behutsam.
  • Testen Sie aus, was Ihnen guttut.
  • Gehen Sie nie über Ihre persönliche Leistungsgrenze hinaus – das könnte gefährlich werden.
  • In der Gruppe macht Sport mehr Spaß als allein. Wenn Sie Gleichgesinnte finden, dann treffen Sie sich regelmäßig zum gemeinsamen Üben, denn miteinander lässt sich der „innere Schweinehund“ meist leichter überlisten.

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Alkohol und Rauchen: ein unseliges Paar

Übermäßiger Genuss von Alkohol und Zigaretten sind zwei wesentliche Risikofaktoren für Bluthochdruck. Deshalb gilt: Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte das Rauchen aufgeben und den Genuss von Alkohol auf ein Mindestmaß beschränken. Beim Thema Rauchen gibt es für Hypertoniker wie auch für Herz- und Lungenkranke eine klare Regel: Sofortiger Nikotinverzicht ist nötig, um Ihre Gesundheit zu erhalten, wiederherzustellen und Sie vor weiteren Schäden zu bewahren. Wenn Sie aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, das Rauchen aufzugeben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das Problem. Die meisten Krankenkassen bieten für ihre Mitglieder unentgeltliche Raucherentwöhnungskurse an.

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Bluthochdruckpatienten sollten am besten ganz auf Alkohol verzichten. Ist das nicht möglich, sollten sie unbedingt maßhalten: Frauen sollten nicht mehr als zehn Gramm Alkohol täglich trinken, sprich: nicht mehr als ein kleines Glas Wein (125 Milliliter) oder eine kleine Flasche Bier (330 Milliliter). Die Höchstgrenze für Männer beträgt 20 Gramm, also ein Glas Wein (250 Milliliter) oder eine Flasche Bier (0,5 Liter).
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Lernen Sie Entspannung und Stressabbau

Ein gut ausbalanciertes Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung ist wichtig für unsere Gesundheit, aber auch für unseren Erfolg. Bei Hypertonikern ist dieses Gleichgewicht oft gestört. Ihre Fähigkeit zu entspannen reicht nicht aus, um Körper und Seele nach besonders angespannten Momenten wieder auf ein Normalmaß einzupendeln. Hypertoniker sind häufig Menschen, die in einer ständigen Anspannung leben, dauernd gestresst und gehetzt wirken und sich schlecht entspannen können. Deshalb ist das Erlernen einer Entspannungstechnik wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation für Bluthochdruckpatienten oft enorm hilfreich, um ein Gespür für Anspannung und Entspannung zu entwickeln. Auch hier helfen die Krankenkassen weiter: Kurse zum Erlernen einer Entspannungstechnik gehören zum Leistungskatalog aller großen Kassen.

Auch wenn bei Ihnen Bluthochdruck in der Familie liegt und Sie möglicherweise eine erbliche Veranlagung zur Hypertonie haben: Nehmen Sie den Bluthochdruck nicht als Schicksalsschlag hin, sondern richten Sie Ihr Leben so ein, dass Sie alles vermeiden, was den Blutdruck weiter in die Höhe treiben könnte. Leben Sie entspannt, vermeiden Sie unnötigen Stress, beobachten Sie Ihren Körper nicht übermäßig. Versuchen Sie Ihre Lebensplanung auf die Erkrankung abzustimmen, ohne sich dabei zu stark einzuschränken. Und gönnen Sie sich auch ab und zu einen Genuss, ohne dabei gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
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Medikamente zur Therapie von Bluthochdruck

Reicht eine Änderung des Lebensstils – Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme, Salzreduktion, Bewegung – nicht aus, den Blutdruck dauerhaft zu normalisieren, dann kommen Medikamente zum Einsatz. Bei den meisten Bluthochdruckpatienten steht die nichtmedikamentöse Therapie aber an erster Stelle. Nur bei mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck verordnet der Arzt sofort Medikamente.

Prinzipiell gilt: Entscheidend für die Therapie ist das individuelle Risiko des Patienten. Das bedeutet, dass Vorerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall wie auch bereits eingetretene Organschäden in den Therapieplan mit einfließen.

Blutdruck langsam senken
In den neuen Leitlinien der Europäischen Fachgesellschaften für Hypertonie und Kardiologie von 2013 wird ein für alle Patienten gleicher Blutdruck-Zielwert empfohlen: unter 140/90 mmHg. Nur Diabetiker sollten einen diastolischen Wert von 85 mmHg nicht überschreiten. Bei älteren Menschen muss darauf geachtet werden, dass die Blutdrucksenkung nicht zu schnell erfolgt. Sie muss im Verlauf von Monaten erreicht werden, damit der Organismus sich an die veränderten Verhältnisse nach und nach anpassen kann. Hier werden individuell auch höhere Werte als akzeptabel empfunden.

Verlässliche Blutdrucksenkung mit bewährten Medikamenten
Folgende Substanzen kommen in der Blutdruckbehandlung hauptsächlich zum Einsatz: Verschiedene medikamentöse Behandlungsstrategien sind damit möglich:
  • Monotherapie: Beginn mit einem Medikament, das bei ungenügender Wirkung gegen ein anderes ausgetauscht wird
  • Stufentherapie: Therapie mit zunächst einem Medikament, bei unzureichender Wirkung wird ein zweites dazugegeben
  • Kombinationstherapie: Von Beginn an wird eine Kombination verordnet (zum Beispiel Betablocker plus Diuretikum)
Als Medikamente der zweiten Reihe sind folgende Substanzen gebräuchlich: Diuretika und Betablocker können das Diabetesrisiko steigern. Patienten mit einer Zuckererkrankung oder mit einer gestörten Glucosetoleranz sollten deshalb vorrangig mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-Antagonisten (AT1-Hemmer) behandelt werden. Von den Alphar-I-Blockern ist wiederum bekannt, dass sie den Fettstoffwechsel durch Senkung des Cholesterinspiegels und Erhöhung des HDL-Spiegels verbessern. Sie sind deshalb besonders für Hypertoniker mit Fettstoffwechselstörungen geeignet.

Die wichtigsten Medikamente bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Dose mit Tabletten
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Tägliche Tablettendosis: Vielen Patienten erscheint die Medikamenteneinnahme bei Bluthochdruck als ein überflüssiges Übel, weil sie keine Symptome haben. Dabei ist sie unerlässlich, um das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko zu mindern.
Salzstreuer
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Besser nicht versalzen: An Salz zu sparen, senkt den Blutdruck. Nimmt ein Hochdruckpatient nicht mehr als drei Gramm täglich zu sich, kann er möglicherweise seinen Blutdruck um über 10 bis 15 mmHg senken.
Joggender Senior
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Sport macht gesund: Laufen, Walking oder Radfahren trainieren den Kreislauf und helfen beim Abnehmen. Dadurch sinkt auch der Druck in den Gefäßen. Außerdem schützt die Bewegung vor Folgekrankheiten wie Diabetes mellitus.
Zigarette
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Rauchen verboten: Rauchen ist für Hypertoniker extrem schädlich. Deshalb ist ein sofortiger Nikotinverzicht nötig, um den Blutdruck zu senken und weitere Schäden zu vermeiden.