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descriptionGrafik: Arterienquerschnitt
Tückisch: Zu hoher Blutdruck tut selten weh. Deshalb wird er oft nur zufällig entdeckt. Doch er ist Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
descriptionGrafik: Nieren
Erst wenn Bluthochdruck lange besteht, treten Anzeichen wie Schwindel und Ohrensausen auf. Bis dahin können bereits Gefäße und Organe beschädigt sein.
descriptionMensch bindet Laufschuh
Weniger Stress, mehr Bewegung und gesunde Ernährung senken den Blutdruck. Reicht das nicht, lassen sich die Zielwerte mit Medikamenten erreichen.
descriptionLachs
Gemüse, Obst, Fisch und Olivenöl – die mediterrane Kost ist nicht nur lecker, sie wirkt auch positiv auf die Gefäße und kann bei Bluthochdruck helfen.
descriptionBlutdruckmessung am Handgelenk
Den Blutdruck regelmäßig selber messen und die Werte im Blutdruckpass protokollieren – das ist eine optimale Kontrolle, ob die Therapie ausreichend wirkt.
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Unauffällige Symptome mit dramatischen Folgen

Oft wird Bluthochdruck nur zufällig entdeckt – etwa im Rahmen eines Check-ups beim Arzt. Darum sollte man den Blutdruck regelmäßig kontrollieren. Sind die Werte nämlich dauerhaft erhöht, sind Gefäße, Nieren, Herz und Gehirn in Gefahr. Die Folgen können dramatisch sein.

Im Überblick



Folgende Symptome können erste Anzeichen von Bluthochdruck sein:
  • morgendliche Kopfschmerzen im Hinterkopf
  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • Nasenbluten
  • nervöse Unruhe
Bleibt Bluthochdruck über Jahre unerkannt, macht er sich in vielen Fällen erst durch Folgeschäden an Organen bemerkbar: So können Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, eine Nierenfunktionsstörung oder eine Sehverschlechterung auf nicht erkannten oder nicht behandelten Bluthochdruck zurückgehen.
Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle durch Ihren Hausarzt oder in der Apotheke sowie eine gesunde Lebensweise als wichtigste Vorbeugung helfen, Bluthochdruck sowie die Folgeschäden zu vermeiden.
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Die Diagnose erfolgt oft zufällig

Häufig wird Bluthochdruck zufällig festgestellt. Gerade weil er lange Zeit keine Symptome verursacht, gehen nur wenige Menschen mit der Frage „Habe ich zu hohen Blutdruck?“ zum Arzt. Wird einmalig zu hoher Blutdruck gemessen, müssen weitere Messungen die Diagnose sichern. Die Selbstmessung zu Hause und die Messung über 24 Stunden ergänzen den Blutdrucktest beim Arzt.
Zur Blutdruckmessung werden Messgeräte verwendet, die auf der Methode von Riva-Rocci (RR) basieren. Sie bestehen aus einer Druckmanschette, einem Druckmessgerät und einem Stethoskop. Wichtig: Die Manschette muss in Herzhöhe um den Oberarm gelegt werden.

Die Anamnese
Hat Ihr Arzt den Verdacht, dass Sie an Bluthochdruck leiden, wird er Sie genau nach Ihren Vorerkrankungen und den Erkrankungen in der Familie befragen. Wichtig sind dabei Erkrankungen des Herzens, der Nieren sowie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Schlaganfall. Auch Bluthochdruck bei Eltern und/oder Großeltern spielt eine Rolle, denn manche Formen des Bluthochdrucks und deren Folgen werden von Generation zu Generation weitergegeben. Der Arzt fragt außerdem nach Körpergewicht, sportlicher Betätigung, Ernährungsgewohnheiten (besonders Rauchen und Alkoholkonsum) sowie Medikamenten, die Sie bereits einnehmen.

Mehrmalige Messungen sind für die Diagnose wichtig
Die Diagnose Bluthochdruck liegt nahe, wenn Ihr Blutdruck an zwei verschiedenen Tagen jeweils zweimal vom Arzt gemessen wurde (mit fünfminütigem Abstand) und höher als 140/90 mmHg lag. Zusätzlich wird für jeden Hochdruckpatienten eine Blutdruckmessung über 24 Stunden empfohlen. Der Patient bekommt dafür das Messgerät in der Arztpraxis angelegt und trägt es dann zu Hause einen ganzen Tag und eine Nacht lang. Die Blutdruckmessung erfolgt automatisch. In einem Protokoll werden Mahlzeiten, Spaziergänge, Einkäufe und so weiter ebenso notiert wie Ärger, Wut, Freude oder Aufregung. Die erste Blutdruckmessung sollte der Arzt an beiden Armen und Beinen vornehmen, um Gefäßverengungen auszuschließen.

Weitere Untersuchungen
Weil Bluthochdruck häufig mit weiteren Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen) einhergeht, wird der Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Dies sind unter anderem:
  • Ermitteln von Laborwerten wie Blutbild, Blutzucker- und Blutfettwerten mit Cholesterin, Mineralstoffen wie Kalium und Natrium, Nierenwerten und die Untersuchung des Urins
  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes und der großen Arterien
  • Beurteilung des Augenhintergrunds
  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs
  • Hormonbestimmungen (Schilddrüse, Nebenniere etc.)

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Gefährliche Folgeschäden

Wer Bluthochdruck hat, sollte im eigenen Interesse ganz besonders auf eine effektive Blutdrucksenkung achten. Nur dadurch können Folgeschäden verhindert oder hinausgezögert werden. Wenn Bluthochdruck lange Zeit unbehandelt bleibt oder die Blutdruckwerte nicht dauerhaft unter den Zielwert von 140/90 mmHg gesenkt werden, erhöht sich die Gefahr von Komplikationen. Sie betreffen vor allem das Herz- und Gefäßsystem, die Gehirndurchblutung und die Nieren.

Herz, Blutgefäße und Gehirn
Durch die ständige Mehrarbeit des Herzens gegen den höheren Gefäßwiderstand dehnt sich die linke Herzkammer aus, was zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) führen kann. Der Bluthochdruck bewirkt außerdem eine raschere Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Verkalken die Herzkranzgefäße, können Angina pectoris und Herzinfarkt die Folge sein. Die Arteriosklerose ist außerdem die häufigste Ursache für den Schlaganfall und kann zu Durchblutungsstörungen in den Beinen führen (Periphere arterielle Verschlusskrankheit).

Niere
Bluthochdruck ist auch die häufigste Ursache für eine fortschreitende Nierenschwäche (Niereninsuffizienz). Durch Schäden an kleinen Nierengefäßen verschlechtert sich die Nierendurchblutung, und die empfindlichen Nierenzellen sterben allmählich ab. Die Niere kann ihre Filterfunktion nur noch eingeschränkt wahrnehmen bis hin zum völligen Nierenversagen.
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Folgeschäden an den Augen

Der erhöhte Blutdruck führt auch an den winzigen Blutgefäßen, die die Netzhaut der Augen versorgen, zu Schäden, so dass die Netzhaut nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden kann. Dies kann bis zur Erblindung führen. Lassen Sie deshalb regelmäßig Ihre Augen kontrollieren. Oft ist sogar der Augenarzt der erste, der Bluthochdruck feststellt.
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Blutdruckmessung
© Shutterstock
Diagnose per Blutdruckmessung: Bluthochdruck stellt der Arzt fest, indem er an mehreren Tagen zu unterschiedlichen Zeitpunkten Blutdruckmessungen durchführt.
Grafik: Nieren
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Folgeschäden an Organen: Nierenfunktionsstörungen können bei über längere Zeit unbehandeltem Bluthochdruck auftreten – genau wie Schlaganfall oder Herzinfarkt.