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descriptionHustender Mann
An Asthma leiden weltweit 300 Millionen Menschen – Tendenz steigend. Bei den Betroffenen ist die Schleimhaut der Atemwege chronisch entzündet.
descriptionStethoskop
Asthma verursacht heftige, anfallsartige Atemnot und Husten. Zentrales Diagnosekriterium ist die Beurteilung der Lungenfunktion.
descriptionFrau nimmt Tablette
Medikamente halten bei Asthma die Entzündung der Bronchien in Schach. Außerdem wirken sie schnell und zuverlässig beim Asthmaanfall.
descriptionHandvoll Tabletten
An neuen Medikamenten wird weltweit geforscht. Moderne Arzneien wirken länger, müssen seltener eingenommen werden und sind nebenwirkungsarm.
descriptionFrau beim Yoga
Wie können Asthmaanfälle reduziert werden? Als wichtige Regel gilt, Allergene zu meiden. Rauchen ist tabu. Und Enstpannungsübungen sind empfehlenswert.
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Empfehlenswert: Ein aktiver Lebensstil

Asthma ist eine chronische Erkrankung und bleibt ein Leben lang bestehen. Dennoch können Betroffene durch einen gesunden und aktiven Lebensstil Asthmaanfälle verhindern und ihre Krankheit dauerhaft positiv beeinflussen. Viele Asthmatiker haben außerdem eine Allergie. Diese Patienten können Beschwerden weitgehend vermeiden, indem sie den auslösenden Allergenen konsequent aus dem Weg gehen.

Im Überblick



Menschen mit allergischem Asthma reagieren auf Pflanzenpollen, Tierhaare, Hausstaubmilben oder andere Allergene mit Atembeschwerden. Ihnen legen Mediziner die sogenannte Allergenkarenz nahe, sie sollen also den Kontakt mit Allergieauslösern möglichst vermeiden. Das ist oft schwierig, manchmal sogar unmöglich. Es gibt aber ein paar Verhaltensregeln, die Allergiker und Asthmatiker unbedingt beachten sollten:
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Tipps für Pollenallergiker

  • Bleiben Sie im Haus, wenn der Pollenflug am stärksten ist: während der Pollensaison auf dem Lande frühmorgens, in der Stadt abends.
  • Lüften Sie Ihre Wohnung immer nur kurz und nicht dann, wenn die Pollenkonzentration am höchsten ist – also am besten nachts.
  • Für Autos mit Klimaanlage gibt es Pollenfilter.
  • Informieren Sie sich über den aktuellen Pollenflug in der Tageszeitung, per Telefon oder im Internet.
  • Ziehen Sie Ihre Straßenkleidung vor der Schlafzimmertür aus, denn sie ist voller Pollen.
  • Waschen Sie möglichst jeden Abend Ihr Haar, denn auch dort sammelt sich Pollenstaub.
  • Reisen Sie während des schlimmsten Pollenflugs möglichst in eine pollenarme Klimazone (Hochgebirge, Küste).

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Tipps für Milben- und Tierhaarallergiker

  • Saugen Sie ihre Böden und Möbel oft mit einem geeigneten Staubsauger.
  • Verzichten Sie möglichst auf schwere Übergardinen, viel Plüsch, Wolldecken und Kuscheltiere. Bevorzugen Sie leichte, waschbare Vorhänge, waschbare Kissenbezüge und Sitzmöbel. Waschen Sie auch Ihre Plüschtiere regelmäßig. Außerdem sind geschlossene Schränke besser als offene Regale.
  • Meiden Sie als Tierhaarallergiker den direkten Tierkontakt. Sind Sie mit einem Tier in Kontakt gekommen, waschen Sie sich gründlich die Hände und reinigen Sie Ihre Kleidung.

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Sport ist kein Tabu

Asthmatiker können mit einem ihrer Krankheit angepassten Lebensstil viel dazu beitragen, dass ihr Leiden sich nicht verschlimmert und Asthmaanfälle ausbleiben. Dazu gehört auch, sich täglich ausreichend zu bewegen. Sehr gut für Asthmatiker sind Ausdauersportarten wie Walken, Laufen oder Schwimmen. Grundsätzlich können Patienten mit Asthma sich bei jedem Wetter an der frischen Luft bewegen. Es gibt allerdings Witterungslagen, die Asthmatikern vermehrt Beschwerden bereiten, etwa schwül-warme oder feucht-kalte Luft. Dann ist es besonders wichtig, dass der Betroffene vor einem Spaziergang oder der Joggingrunde seine Medikamente einnimmt und sein Bedarfsmedikament dabei hat.

Beim Freizeitsport gilt für Asthmatiker das Gleiche wie für Gesunde: Vor Beginn des eigentlichen Trainings steht eine Aufwärmphase, in der die Muskulatur langsam an die Belastung gewöhnt wird. Bei Menschen mit Asthma kann diese Phase länger dauern. Sie sollten auch abrupte Tempowechsel beim Laufen oder Walken vermeiden, weil das unter Umständen einen Asthmaanfall auslösen kann. In Turnhallen und Umkleideräumen besteht die Gefahr, auf Staub beziehungsweise den darin enthaltenen Milbenkot allergisch zu reagieren. Asthmatiker, deren Anfälle durch körperliche Belastung ausgelöst werden (Belastungsasthma), sollten mit ihrem Arzt besprechen, welche Sportart in welcher Intensität für sie infrage kommt. Grundsätzliche Tabus gibt es nicht. Der Asthmatiker sollte das probieren, was ihm Spaß macht und sehen, wie gut er mit einer Sportart und den Rahmenbedingungen zurechtkommt. Regelmäßige sportliche Betätigung hat vor allem den Vorteil, dass die Belastbarkeit zunimmt, der Betroffene weniger infektanfällig ist und sein Körpergewicht halten oder reduzieren kann.
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Niemals rauchen und richtig entspannen

Zu einem gesunden Lebensstil gehört auch, mit Asthma auf keinen Fall zu rauchen. Tabakrauch belastet die Bronchialschleimhaut und setzt ihre Abwehrkraft herab, was die ohnehin erhöhte Entzündungsbereitschaft weiter steigert. Um bei einem Asthmaanfall nicht in Panik zu geraten, können Entspannungstechniken wie Yoga oder progressive Muskelrelaxation hilfreich sein. In Asthmaschulungen lernen Patienten mit Asthma außerdem verschiedene Atemtechniken, die bei Atemnot Erleichterung verschaffen können.
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Schutz vor Infekten durch Impfung

Wichtig für Asthmapatienten ist es, Infekte zu vermeiden. Denn für einen Asthmatiker bedeutet jede banale Erkältung eine außerordentliche Belastung der Bronchien. Wenn Asthma erstmals bei Menschen in fortgeschrittenem Alter auftritt, geschieht das häufig im Rahmen eines Infekts der oberen Atemwege. Asthmatiker sollten sich gegen Lungenentzündung (Pneumokokken) und vor jeder Wintersaison gegen Grippe impfen lassen.
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Frau wäscht sich die Haare
© Thinkstock
Schutz vor Pollen: Um die Pollenbelastung – vor allem in der Nacht – gering zu halten, sollten vor dem Zubettgehen täglich die Haare gewaschen werden.
Zwei Katzen auf einem Sessel
© Shutterstock
Streicheln verboten: Tierhaarallergiker sollten den Kontakt mit den entsprechenden Tieren meiden – oder wenigstens Hände und Kleidung anschließend gründlich reinigen.
Mann hält Basketball
© iStockphoto
Sport macht belastbar: Grundsätzlich ist Sport für Asthmatiker empfehlenswert. Allerdings sind nicht alle Sportarten für jeden Patienten gleich gut geeignet. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist deshalb ratsam.
Zigarette
© Shutterstock
Gefährlicher Rauch: Für Asthmatiker ist Rauchen besonders schädlich, da es die Entzündung der Atemwege weiter fördert.